4. Dezember

Daran ist erschienen die Liebe Gottes gegen uns, dass Gott seinen eingeborenen Sohn gesandt hat in die Welt, dass wir durch ihn leben sollen.

1. Johannes 4,9

Das alles ist das Höchste, der Geber, die Liebe, das Geschenk, das uns aus lauter Liebe gegeben wird, nicht weil wir es verdient hätten, gegeben, dass es eine Gabe bleiben soll, weder geborgt, geliehen noch bezahlt, da man nichts dafür gibt und nicht mehr tut, als die Hand hinzuhalten und diesen Schatz willig und gerne anzunehmen. Aber Gott sei es geklagt, dass es keine Herzen und Hände gibt, die dieses Geschenk annehmen. – Denn wenn wir es recht bedenken und nicht so kalt wären, sollten unsere Herzen so sehr vor Freude brennen, dass wir Gott nicht allein gern dienen, sondern auch alles um seinetwillen gern leiden, und dennoch dabei lachen sollten, weil wir einen solchen Schatz von ihm bekommen. Das verursacht allein unserer Unglauben, der in des Teufels Namen solche Freude in der Welt nicht sieht, die deswegen leer und verloren ist.