Wenn du einen Bruder siehst, der noch Schwäche zeigt, so denke so: Diese Last des Bruders muss ich tragen, den soll ich nicht wegwerfen, solange er Christus bekennt. Ein Christ soll in seinem Gewissen ein Arzt sein, der Hilfe durch das Evangelium bekommt, von außen aber, im äußerlichen Lebenswandel, wie ein belastbares Tier sein, das die Lasten der Brüder trägt. – Es müssen notwendigerweise in der heiligen Kirche Schwache und andere sein, über deren Tun wir uns ärgern, genau wie am menschlichen Leib nicht allein Beine, sondern auch schwaches und weiches Fleisch ist. Darum besteht das Reich Christi aus solchen, die da tragen, und aus andern, die getragen werden. Und unser Leben ist etwas, das aus Stärke und Schwachheit zusammengesetzt ist.