27. Januar
Abraham glaubte dem Herrn, und das rechnete er ihm zur Gerechtigkeit.
1. Mose 15,6

So jemand fragen wollte, ob auch Abraham vor dieser Zeit gerecht gewesen wäre, wollte ich antworten: Ja, er wäre darum gerecht gewesen, dass er geglaubt hatte. Es hatte Abraham, da er aus Gottes Befehl sein Vaterland verließ und sich in das Elend wagte, auch wohl eine trefflichen Glauben; es wird aber solches zu tun nicht allen befohlen. Darum wird auch dabei dieses nicht gesagt: Abraham glaubte Gott, und es ward ihm zur Gerechtigkeit gerechnet. Hier aber setzt es der heilige Geist, da er von dem himmlischen Samen redet, damit diese Lehre in der Kirche zu allen Zeiten gewiss gemacht werde, nämlich dass alle, die mit Abraham dieser Verheißung Glauben, wahrhaftig gerecht sind. Denn diesen Spruch hat der heilige Geist in diesen Text, klar und deutlich setzen wollen, dass Gerechtigkeit nichts anderes ist, denn Gottes Verheißungen glauben.