16. Januar
Nehmet euch unter einander auf, gleichwie euch Christus hat aufgenom-men zu Gottes Lobe.

Römer 15,7
Nehmt die unordentlichen, irrenden Brüder auf, und tragt sie in Geduld, und macht aus ihren Sünden die euren. Und wenn ihr was Gutes habt, so laßt es ihres sein. Wenn ihr euch für besser haltet, so achtet es für einen Raub, denn ihr habt es nicht von euch selbst, darum erniedrigt euch und seid einer aus ihnen, dass ihr sie tragt. Denn das ist eine unglückse-lige Gerechtigkeit, die andere neben sich als nicht tragen will und die Flucht und Einsamkeit im Sinne hat. Dagegen ihr doch mit Geduld, Gebet und gutem Beispiel ihnen gegenwärtig nützen sollt.  Anders ist es, als wenn man den Zentner des Herrn verbergen und Mitgesellen nicht ihren Teil geben will. Wenn ihr denn eine Lilie oder Rose seid, so wisset, dass euer Wandel unter den Dornen sein muss, seht aber zu, daß ihr nicht durch Ungeduld und freches Urteilen oder heimlichen Hochmut selbst ein Dorn seid. Das Reich Christi ist mitten unter seinen Feinden. Warum erdichtet ihr euch eine Mitte unter Freunden?